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Der Ablauf eines Shootings: Was an dem Termin passiert

Symbolbild Festbrennweiten auf Filz

Ein Fototermin läuft fast immer nach demselben Muster: ankommen und reden, aufwärmen, arbeiten, abschließen. Wer das kennt, ist entspannter, weil er weiß, dass die ersten Minuten nicht das Ergebnis sind. Die meisten Menschen erschrecken sonst über die ersten Bilder und ziehen daraus den falschen Schluss.

Ankommen und Aufwärmen

Ein guter Termin beginnt ohne Kamera. Es wird geredet, der Ablauf wird besprochen, Fragen werden geklärt. Das ist keine Höflichkeit, sondern Arbeit: Der Fotograf sieht in dieser Zeit, wie Sie sich bewegen, wie Sie sprechen, wie Sie wirken, wenn niemand fotografiert. Genau dorthin soll das Bild später zurück.

Nutzen Sie diese Zeit. Sagen Sie, was Sie unsicher macht, was Sie sich wünschen, was Sie an sich nicht mögen. Jetzt ist der Moment, nicht später zwischen zwei Aufnahmen.

Die ersten Bilder sind bei fast allen Menschen nicht die guten. Das ist normal, das erwartet der Fotograf, und viele sagen es auch dazu. Der Körper braucht ein paar Minuten, um zu verstehen, dass nichts Schlimmes passiert.

In dieser Phase wird oft nebenbei fotografiert, während weitergeredet wird. Manche Fotografen zeigen die ersten Bilder bewusst nicht, weil sie wissen, dass das verunsichert. Andere zeigen sie und erklären, dass das der Anfang ist.

Was hier hilft: Nicht bewerten. Wer nach fünf Minuten fragt, ob es schon gut aussieht, verlängert die Aufwärmphase.

Die Arbeit

Dann kommt der eigentliche Teil. Wie er aussieht, hängt vom Auftrag ab, aber einige Dinge sind fast immer gleich.

  • Es wird geführt: kleine, konkrete Anweisungen. Gewicht verlagern, Kinn leicht senken, kurz wegschauen.
  • Es wird wiederholt: dieselbe Situation mehrfach, mit kleinen Änderungen. Das ist normal, nicht ein Zeichen, dass es nicht klappt.
  • Es gibt Rückmeldung: Ein guter Fotograf sagt, wenn etwas funktioniert. Das ist wichtiger, als viele denken.
  • Es wird umgebaut: Licht, Ort, Hintergrund. In diesen Pausen dürfen Sie sich lockern.
  • Es gibt Pausen: Bei längeren Terminen unbedingt. Konzentration hält nicht endlos.

Das Zwischendurchschauen

Viele Fotografen zeigen zwischendurch Bilder. Das kann helfen, weil Sie sehen, worauf es hinausläuft, und weil es beruhigt. Es kann auch schaden, weil Menschen dazu neigen, sich zu kritisieren und dann verkrampfter weitermachen.

Sagen Sie, was Ihnen lieber ist. Wenn Sie wissen, dass Sie sich beim Anschauen selbst blockieren, bitten Sie darum, es zu lassen. Wenn Sie Sicherheit brauchen, bitten Sie darum, etwas zu sehen. Beides ist legitim.

Der Abschluss

Am Ende gehören Absprachen dazu, und die werden häufig vergessen, weil alle fertig sind und gehen wollen. Nutzen Sie den Moment trotzdem.

Klären Sie: Wie viele Bilder ungefähr, wie läuft die Auswahl, wann kommt sie, in welcher Form, wie viele Bearbeitungen sind enthalten, in welchen Formaten wird geliefert, wofür dürfen Sie die Bilder verwenden. Diese Punkte sollten schon im Angebot stehen, aber es schadet nicht, sie zu wiederholen.

Und sagen Sie, wenn Ihnen etwas aufgefallen ist. Wenn es eine Situation gab, die Sie noch gern hätten, ist jetzt der Moment, nicht in zwei Wochen.

Wenn es nicht läuft, und wie lange es dauert

Manchmal passt es nicht. Die Stimmung ist angespannt, das Kind will nicht, das Wetter ist schlecht, Sie fühlen sich unwohl. Das kommt vor.

Sprechen Sie es an, ruhig und direkt. Ein erfahrener Fotograf kann darauf reagieren: den Ort wechseln, eine Pause machen, die Herangehensweise ändern, im Extremfall abbrechen und einen neuen Termin machen. Was nicht funktioniert, ist durchhalten und hoffen. Angespanntheit verschwindet nicht durch mehr Zeit unter Anspannung.

Rechnen Sie mit mehr Zeit als der reinen Aufnahmezeit. Aufbau, Ankommen, Aufwärmen, Umbauten, Pausen, Abschluss. Ein Termin, der als kurz angesetzt ist, ist selten kurz, und wenn er es ist, merkt man es am Ergebnis.

Deshalb ist eine der besten Fragen im Erstgespräch: Wie lange soll ich einplanen. Und dann planen Sie das ein, mit Reserve.

Fazit

Erwarten Sie Reden vor Fotografieren und Aufwärmen vor Ergebnis. Bewerten Sie die ersten Minuten nicht. Sagen Sie, ob Sie zwischendurch Bilder sehen möchten. Nutzen Sie den Abschluss für die Absprachen zu Auswahl, Lieferung und Nutzung. Und sagen Sie es, wenn es nicht läuft.

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