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Vorbereitung als Kunde: Was Sie vor dem Termin tun können

Symbolbild Festbrennweiten auf Filz

Was Sie vor einem Fototermin tun, beeinflusst das Ergebnis stärker, als die meisten glauben. Die wirksamsten Maßnahmen sind unspektakulär: ausschlafen, Zeit einplanen, vorher klären, was Sie wollen, und dafür sorgen, dass der Ort in Ordnung ist. Nichts davon hat mit Fotografie zu tun, und alles davon ist im Bild sichtbar.

Schlaf und Zeit: die wirksamsten Vorbereitungen

Müdigkeit sieht man. In den Augen, in der Haltung, im Ausdruck. Und keine Bearbeitung holt das vollständig zurück, weil es nicht an einem Detail liegt, sondern am gesamten Erscheinungsbild.

Wenn ein Termin wichtig ist, behandeln Sie den Abend davor entsprechend. Das ist banal und wird ständig ignoriert, und man sieht es auf sehr vielen Bildern.

Legen Sie den Termin nicht in eine Lücke. Wer direkt von einem Termin kommt und zum nächsten muss, ist nicht anwesend, sondern im Kopf woanders. Das steht im Bild.

Kommen Sie etwas früher, damit Sie ankommen können. Und planen Sie danach nichts Dringendes. Ein Termin, der überzieht, weil es gerade gut läuft, ist ein Geschenk und kein Problem, wenn Sie Zeit haben.

Erwartungen klären und über sich selbst sprechen

Der häufigste Grund für Enttäuschung ist eine Vorstellung, die niemand ausgesprochen hat. Wenn Sie ein Bild im Kopf haben, sagen Sie es. Wenn Sie Beispiele gesehen haben, zeigen Sie sie und sagen Sie, was Ihnen daran gefällt.

Genauso wichtig ist die Liste dessen, was Sie nicht möchten. Sie ist oft klarer und damit hilfreicher als jede positive Beschreibung.

  • Zweck: wofür die Bilder verwendet werden.
  • Beispiele: was gefällt, und warum.
  • Ausschlüsse: was auf keinen Fall.
  • Unsicherheiten: was Sie an sich nicht mögen.
  • Bearbeitung: wie weit soll retuschiert werden.

Fast alle Menschen haben eine Liste von Dingen, die sie an sich nicht mögen. Sagen Sie sie. Das ist kein Zeichen von Eitelkeit, sondern eine praktische Information. Ein Fotograf kann darauf eingehen: durch Perspektive, Licht, Haltung, Ausschnitt.

Sagen Sie auch, wenn Sie sich vor der Kamera unwohl fühlen. Das ist der Normalfall. Ein erfahrener Fotograf richtet den Ablauf danach aus, aber nur wenn er es weiß.

Den Ort vorbereiten

Wenn bei Ihnen fotografiert wird, ist der Ort Teil des Bildes. Räumen Sie auf, mehr als Sie für nötig halten. Das gilt besonders für Flächen im Hintergrund, denn dort sammelt sich, was man selbst nicht mehr sieht.

Putzen Sie Fenster, wenn Licht durch sie fällt. Prüfen Sie, dass alle Lampen funktionieren. Räumen Sie Kabel zusammen. Und schicken Sie vorher ein paar Bilder mit dem Telefon, zur richtigen Tageszeit, damit der Fotograf planen kann.

Am Tag selbst, und was Sie mitbringen

Essen und trinken Sie. Bei längeren Terminen ist das keine Nebensache, sondern der Unterschied zwischen der ersten und der letzten Stunde.

Wenn Sie geschminkt werden möchten, klären Sie das vorher. Manche Fotografen arbeiten mit jemandem zusammen, andere nicht. Wenn Sie selbst schminken: eher zurückhaltender als sonst, und Vorsicht mit Produkten, die Licht reflektieren, die können im Bild als glänzende Fläche erscheinen.

Und lassen Sie eine Sache los: die Vorstellung, dass Sie sofort gut aussehen müssen. Die ersten Bilder sind bei fast allen Menschen Aufwärmen. Das ist normal, das weiß der Fotograf, und es wird besser.

Bei Portraits: mehrere Oberteile zur Auswahl, gern in ruhigen Farben. Bei Terminen mit Kindern: alles, was Kinder brauchen, plus Reserve. Bei Produktbildern: einwandfreie Ware, rechtzeitig, im Zweifel mehrfach.

Und bringen Sie die Unterlagen mit, falls es welche gibt: Ihre Bildbeispiele, Ihre Liste, den Zeitplan. Das klingt förmlich und spart am Tag selbst die Diskussion.

Loslassen

Die letzte Vorbereitung ist die schwerste: Vertrauen. Wenn Sie sich für jemanden entschieden haben, lassen Sie ihn arbeiten. Ein Termin, bei dem ständig kontrolliert wird, ob es auch richtig läuft, erzeugt Anspannung, und Anspannung ist die einzige Sache, die man auf Bildern immer sieht.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass es nicht passt, sprechen Sie es an, direkt und ruhig. Ein guter Fotograf ist dafür dankbar. Aber tun Sie es einmal und dann lassen Sie es gut sein.

Fazit

Schlafen Sie, planen Sie Zeit ein, sagen Sie vorher, was Sie wollen und was nicht, und bereiten Sie den Ort vor. Sagen Sie, was Sie an sich nicht mögen, und dass Sie sich unwohl fühlen, falls das so ist. Essen Sie etwas. Und dann lassen Sie die Person arbeiten, die Sie ausgesucht haben.

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